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Baulandpreise in Deutschland so hoch wie noch nie


Der Preis für Bauland in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen neuen Rekord erreicht. Doch die regionalen Unterschiede bei den Baulandpreisen sind hoch.

  1. Großes Preisgefälle zwischen den Bundesländern
  2. Je größer die Gemeinde, desto teurer das Bauland
  3. Einfamilienhausbau verteuert sich

Nicht nur die Immobilienpreise steigen, auch Bauland war in Deutschland noch nie so teuer wie im Jahr 2020. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) kostete ein Quadratmeter baureifes Land durchschnittlich 199 Euro. Im Vorjahr lag der Preis noch bei 189,51 Euro pro Quadratmeter, was auch schon ein Rekordwert war.

Insgesamt sind die Baulandpreise in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen. Im Jahr 2010 lag der durchschnittliche Preis für einen Quadratmeter Bauland noch bei 130 Euro.

Baureifes Land sind Flächen, die nach öffentlich-rechtlichen Vorschriften baulich nutzbar sind. Dazu gehören Grundstücke oder Grundstücksteile, die von der Gemeinde für die Bebauung vorgesehen sind, bei denen die baurechtlichen Voraussetzungen für die Bebauung vorliegen und deren Erschließungsgrad die sofortige Bebauung gestattet. Davon unterscheidet man Bauerwartungsland.

Großes Preisgefälle zwischen den Bundesländern

Je nach Bundesland und Gemeindegröße zeigt sich dabei ein erhebliches Preisgefälle: So zahlten Grundstückskäufer in den Flächenländern Bayern und in Baden-Württemberg im Jahr 2020 mit 349 beziehungsweise 245 Euro besonders viel für einen Quadratmeter Bauland. In Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern wurde nur ein Bruchteil dieses Betrags fällig: Hier lagen die Preise zwischen 46 und 63 Euro.

Je größer die Gemeinde, desto teurer das Bauland

Grundsätzlich steigen die Preise mit der Gemeindegröße. In Gemeinden mit weniger als 2.000 Einwohnerinnen und Einwohnern kostete ein Quadratmeter Bauland 2020 im Schnitt nur 71 Euro. In den 14 größten Städten mit mindestens 500.000 Einwohnerinnen und Einwohnern mussten Käufer mit durchschnittlich 1.213 Euro das 17-Fache bezahlen.

Mehr als drei Viertel (76 Prozent) aller Verkäufe baureifen Landes waren Transaktionen von Grundstücken in Wohngebieten. Dort kostete der Quadratmeter Bauland im Schnitt 234 Euro. Der Quadratmeterpreis in Wohngebieten geschlossener Bauweise lag dabei mit 309 Euro pro Quadratmeter rund 92 Euro höher als in Wohngebieten offener Bauweise (217 Euro). Bei geschlossener Bauweise dürfen Gebäude ohne Abstand errichtet werden, also beispielsweise auch Reihenhäuser. Die offene Bauweise hingegen erfordert einen seitlichen Grenzabstand.

In Dorfgebieten wurde dagegen nur ein Quadratmeterpreis von durchschnittlich 62 Euro erzielt. Neben der Wohnnutzung ist in Dorfgebieten ausschließlich der Bau von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben zulässig. Darüber hinaus sind nicht wesentlich störende Gewerbebetriebe und Handwerksbetriebe erlaubt, die der Versorgung der Bewohner des Gebietes dienen.

Einfamilienhausbau verteuert sich

Da neben den Baulandpreisen auch die Preise für Baumaterialien sowie die Grunderwerbsteuer steigen, wird der Bau eines Einfamilienhauses immer teurer. Eine Alternative zu einem Grundstück in einem neuen Wohngebiet kann eine Baulücke sein. Wie ihr eine solche findet, lest ihr in unserem Artikel "Baulücke finden".

Und hier erklären wir, was ihr beim Grundstückskauf generell beachten müsst:

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Quellen: Statistisches Bundesamt

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